Buch - Deutsche Militärmotorräder

Man kann darüber denken, wie man möchte – Motorradhersteller und Motorräder haben in den Kriegen des letzten Jahrhunderts immer eine Rolle gespielt. Jedenfalls wird dieser Teil der Historie selbst für Pazifisten lesenswert – wenn er derart akribisch und kritisch distanziert wie in dem vorliegenden Werk von Thomas Reinwald dargestellt wird. Der renommierte Historien-Autor beleuchtet zunächst die Entwicklung der Motorrad-Industrie sowie den Einsatz von Solo- und Gespannmaschinen in den beiden Weltkriegen.

Dabei werden auch „Beutekräder“ von FN oder Gnome-Rhone im Bild gezeigt. Die folgenden Kapitel widmen sich der Entwicklung in DDR und BRD sowie dem wiedervereinigten Deutschland bis hin zur KTM 400 LS-E und dem Feldjäger-Krad BMW R 1200 RT. Allerdings kommt die BW-Neuzeit eindeutig zu kurz – wahrscheinlich, weil das umfangreiche Bildmaterial aus den früheren Zeiten bereits den Rahmen zu sprengen drohte. Ergänzend hätten wir uns immerhin den Hinweis gewünscht, dass die Bundeswehr-Kradmelder Ende 2014 „abgeschafft“ wurden.

Weitere interessante Publikationen bei Unitec: Die überschweren Motorradgespanne Zündapp KS 750 und BMW R 75; Die kleinen Viertakter von Honda (Dax, Gorilla, Monkey, Super Cub & Co); BMW-Motorräder-die 1950er Jahre – alle von Thomas Reinwald; Zündapp KS 601, Boxermotorräder aus Nürnberg, Viktoria Bergmeister, 50 Jahre Zündapp Bella - alle von Reiner Scharfenberg. Die Preise 11,20 bzw. 11,50 Euro.

AK34/16

Thomas Reinwald – Deutsche Militärmotorräder; Unitec-Medienvertrieb 2016, 48 Seiten, über 120 Fotos überwiegend s/w, Format 21 x 29,5 cm, Softcover, keine ISBN, 11,80 Euro + Versandkosten, www.unitec-medienvertrieb.de