Buch - Die deutsche Harley-Davidson-Szene

Kult und Leidenschaft seit neun Jahrzehnten! Man mag es kaum glauben, aber die Motorräder aus Milwaukee hatten in Deutschland schon ihre Fangemeinde, als die Autoren des Filmes Easy Rider noch "mit ihren Vätern über Hecken und Zäune sprangen". Nach den beiden Bildbänden "Harley-Davidson in Deutschland, The Harleyson's Archive Photo Collection Vol. 1 & 2" von Fritz Simmerlein (Verlag High Performance) widmet sich nun auch Egbert Eschenbacher, der übrigens für die grafische Gestaltung der beiden genannten Werke verantwortlich zeichnet, dem Thema. Der bildlastige Band schlägt eine Brücke von den Anfängen nach dem Ersten Weltkrieg bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts - dankenswerterweise allerdings sehr klassiklastig. Gleich drei Händler, Visé in Aachen, Ott in Berlin und Suck in Hamburg bemühten sich ab 1925 um die Verbreitung der V-Twins.

Da Automobile damals für die meisten Deutschen unerschwinglich waren, kommt den Gespannen in jener Zeit und damit auch im vorliegenden Band ein hoher Stellenwert zu. Trikes wie das ServiCar scheint es im Angebot der damaligen Händler allerdings nicht gegeben zu haben. dennoch - wer Spaß an klassischen Beiwagenmaschinen und/oder an der Kultmarke hat, kommt um dieses Buch nicht herum.

Egbert F. Eschenbacher - Harley-Davidson, Mythos in Deutschland; Heel Verlag 2010, 174 Seiten, 250 Fotos, Format 25 x 25 cm, Hardcover mit Schutzumschlag, ISBN 978-3868523089; 24,95 Euro, www.heel-verlag.de

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