Löw - BMW-GS mit Bootsrad-Antrieb

Wenn man sich den Luxus erlauben kann, neben Gespannen für die wärmeren Jahreszeiten auch eines für den Winter zu besitzen, sollte dieses über einen Seitenradantrieb verfügen. Löw hat sich dazu mit Sławomir Gancarz zusammen getan und verbaut die zuschaltbare Antriebswelle des polnischen Diplom-Ingenieurs in seinen BMW-Gespannen. GN berichtete schon im letzten Jahr über die gemeinsamen Aktivitäten.

Das hier gezeigte Gespann basiert auf der letzten luft-/ölgekühlten BMW R 1200 GS. Löw sieht den Vorzug des Gancarz-Systems im niedrigen Gewicht der notwendigen Komponenten: „Das Gespann hat unter 390 kg Leergewicht und 260 kg Zuladung.“ Wie bei den Russen-Boxern mit Seitenradantrieb wird dieser nur auf schlüpfrigem Untergrund zugeschaltet, wenn dies für das Vorwärtskommen vonnöten ist.

Dann lässt die zusätzliche Welle das Seitenrad mit hundertprozentiger Übertragung der Antriebskraft mitlaufen. Für den Einsatz auf griffigem Asphalt taugt die TWD-Funktion nicht.
Der Antrieb mit Klauenkupplung kann während der Fahrt mit dem rechten Fuß per Seilzug zugeschaltet werden. Nimmt man den Fuß vom Hebel, ist er wieder deaktiviert. Durch Umlegen eines Handhebels wird der Antrieb dagegen permanent aktiviert. Löw gibt sich begeistert: „Ich fahre so ein Gespann schon den zweiten Winter. Das geht saugut vorwärts!“
Auch der Seitenwagen ist eine Spezialanfertigung. Sein Vorderteil stammt von Ural. den Rahmen samt Heck baut Löw. Auch andere Karosserien können aufgebaut werden. Das hier gezeigte Gespann wurde auf Wunsch des Besitzers sehr schlank gehalten. Die Gesamtbreite vom linken Lenkerende bis zum Seitenwagenkotflügel beträgt nur 1650 mm. Bereift ist der Dreier mit 155/60 x 15, alternative Räder und Reifen sind möglich.

AK50/17, Fotos: Löw

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