Motocross: Willemsen CZ-Werksfahrer
Diese Nachricht dürfte in der Gespanncross-Szene wie eine Bombe einschlagen: Daniël Willemsen will 2012 mit einem Gespann an den Start gehen, dass von einem luftgekühlten (!) Zweitaktmotor des tschechischen Herstellers CZ befeuert wird. Vor dem Hintergrund, dass der neunfache Weltmeister schon länger eine ausgeprägte Affinität zu Osteuropa an den Tag legt, ist dieser Schritt durchaus plausibel. Der bisherige Motorenlieferant Zabel dürfte in dieser Gemengelage Pech haben. Schließlich ist er mit seinem Firmensitz im brandenburgischen Reetz ein paar Kilometer weiter westlich als das traditionsreiche Werk in Strakonice angesiedelt. Die chopper-mäßig flach angestellte Gabel lässt im übrigen auf neue Wege im Fahrwerkbau schließen. Ob das väterliche Unternehmen WSP für dieses revolutionär nostalgische Layout verantwortlich zeichnet? |
Die Meldung hat nur einen Haken: CZ hat 1997 die Produktion ihrer zeitweise ziemlich erfolgreichen Offroadmaschinen eingestellt. Es bleibt also alles wie zuvor berichtet: Zabel ist weiterhin Motorenlieferant für den Champion und seinen neuen Copiloten Haralds Kurpnieks. Was der geneigte Leser hier sieht, ist nichts anders als ein Schaulaufen im Rahmen der "Achterhoekse Sidecar Party", die Jan de With im Bild festhielt. Daniel Willemsen kutschierte diverse Beifahrer im CZ-Dreier um die Piste und die Kids seiner Ehefrau Diana, Niklas und Jonny, gaben ebenfalls eine Kostprobe ihres Könnens. Beifahrer Jonny avancierte bereits mit einer 50er-Solo zum Clubmeister. All das lässt aus holländischer Sicht für die Zukunft hoffen. Nur - wo gibt es in Deutschland entsprechende Ansätze? Mancher ehemalige Top-Fahrer/-Beifahrer wäre durchaus bereit, sich der Förderung von MX-Nachwuchsgespannern zu widmen. |
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Aber solange der DMSB hier keinen Handlungsbedarf erkennt, dümpelt die DM wie gehabt vor sich hin und in der WM fahren die heimischen Teams auch hinterher.
Dabei sollten die Sportverwalter doch alles dafür tun, dass junge Leute sich für den Motorsport im allgemeinen und für Gespanncross im besonderen begeistern. Schon weil sie damit für die nächste Jahre ihren Job sichern. "Keine Fahrer - keine Funktionäre" ist nicht eine chinesische Weisheit, sondern eine auf der Hand liegende Erkenntnis. Derweil gibt der Nachwuchs in Holland kräftig Gas - vor allem dank Bart Notten sr. und dem von ihm ins Leben gerufenen Projekt "Kids and Sidecars".
JdW/AK47/11, Fotos Jan de With























