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HBJ - Back to the Roots

 

Hans-Gerd Reichler

Seit 1985 steht das Kürzel HBJ für kompromisslose Gespannfahrwerke. Namensgeber des Unternehmens waren die drei rennsportbegeisterten Kumpanen Hans (H)-Gerd Reichler, Bernd (B) Dawicki und Jesco (J) Höckert. Doch Motor des Unternehmens war Maschinenbaumeister Reichler, der maßgeblich für Konstruktion und Produktion verantwortlich zeichnete. Dawicki mischte Anfang der 1990er Jahre mit den Dreirädern seines Partners immerhin die Konkurrenz bei Moto-Aktiv-Rennen auf.
Reichler musste sich zum Broterwerb allerdings weiterhin dem Bau von Spezialmaschinen für die Industrie widmen und verkaufte aus Zeitmangel sein bestens eingeführtes Markenzeichen HBJ. Zunächst erhielt Manfred Roth aus Erndtebrück den Zuschlag, doch dessen Aktivitäten erstickten mangels finanzieller Masse bereits im Keim: Schon die als Debüt geplante HBJ-Suzuki TL 1000 S fand niemals zum dritten Rad.

 

HBJ-Suzuki Hayabusa

Dann erwarb Thomas Bode die Rechte an HBJ, nutzte das Markenzeichen jedoch nie ernsthaft für eine eigenständige Modelllinie mit entsprechender Fahrwerktechnik. Auch sein formales Recht am Namen HBJ machte Bode nun nicht fristgerecht erneut geltend. Da der Firma Reichler es immer ein Dorn im Auge war, dass ihr Werk nicht adäquat fortgeführt wurde, hat sie die Namensrechte nun - 25 Jahre nach der Firmengründung - kurzerhand zurückerworben. Wer jetzt allerdings hofft, in Bergneustadt nach Belieben ein neues Gespann ordern zu können, wird enttäuscht. Reichler will lediglich noch seine angestammte Kundschaft betreuen, was er übrigens schon bisher getan hat. Schade eigentlich - doch vor dem Hintergrund immer aufwändigerer Zulassungsprozeduren kann man schon verstehen, dass HBJ neue Projekte nicht mehr anzugehen gedenkt.

 

AK44/10