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Rewaco - Triple-Trike

 

 

Schon beim Gedanken an die Triumph Rocket III wird so mancher Fan hubraumstarker Motorräder eine feuchte Gashand bekommen. Doch 395 Kilo Kampfgewicht machen ernsthaft grübeln, ob man mit einem solchen Dickschiff passend motorisiert ist - selbst wenn die sechs Zentner noch so "handlich" verpackt sind. Zumindest für Biker, denen der bärenstarke Triple wichtiger als Schräglagen ist, bietet Rewaco nun die Lösung des Dilemmas. Nach den Suzuki Intruder-Modellen C 800 und C 1800 hat der Lindlarer Trike-Spezialist der Rocket III Touring eine zweirädrige Hinterachse verpasst. Damit und mit einem optionalen Rückwärtsgang lässt sich die Dreizylinder-Rakete auch für Leute mühelos beherrschen, die sich mit einspurigen Massenansammlungen schwer tun. Und das dürften nicht wenige sein.
Nun muss man nicht argwöhnen, dass die Rocket mit dem breiten Hinterbau an Dynamik einbüßt. Nach unseren ersten Fahreindrücken scheint man mit dem CT 2300 T eher schneller als mit einer Solo-Rocket unterwegs zu sein - und vor allem unbeschwerter schnell. Zur dynamischen Fortbewegung auf kurvigen Straßen aller Art tragen einmal die Nachlaufverkürzung auf etwa 65 mm, zum anderen aber auch die mit der Dimension 255/45 x 17 breiten Hinterreifen in Verbindung mit der Spurweite von 1,16 m bei. Diese bedingt eine Gesamtbreite von 1,48 m und macht damit - wie beim CT 1800 S - zusätzliche Frontscheinwerfer erforderlich.

 

 

Bei der Lenkungsabstimmung hat Rewaco nach einigen Überlegungen einen etwas üppiger bemessenen Nachlauf gewählt. Dies bedingt zwar höhere Lenkkräfte, ist aber unter Sicherheitsaspekten die absolut richtige Entscheidung - gerade in Anbetracht der beachtlichen Höchstgeschwindigkeit von etwa 165 km/h. Die aus dem Nachlauf resultierenden Rückstellkräfte genügen für einwandfreien Geradeauslauf ohne nervöses Eigenleben ebenso wie für eine klare Rückmeldung der momentanen Reifenhaftung. Und sie vermeiden ein Verreißen der Lenkung in Schrecksituationen. Gewiss kämen versierte Motortriker auch mit einem agileren Lenkverhalten bestens zurecht. Andererseits gibt sich das CT 2300 T solcherart keineswegs schwerfällig, wenn es sich einmal in Bewegung gesetzt hat. Mit einem Standrohrdurchmesser von 43 mm ist die Telegabel der Triumph im übrigen genügend verwindungssteif, um das Vorderrad auch bei schneller Gangart präzise zu führen.
Die Federung gibt sich etwas komfortbetonter als bei den Intruder-CT, ohne den Rocket-Dreier dabei schwammig wirken zu lassen. Dabei kommt die Starrachse einer solchen Abstimmung entgegen, schickt aber auf schlechten Straßen spürbarer Impulse in die Lenkung als ein Trike mit Einzelradaufhängung. Doch letztlich ist es Geschmacksache, ob man die überhaupt als störend empfindet. Für respektable Verzögerungswerte sorgt die Verbundbremsanlage mit zwei 265er Scheiben und Zweikolbenzangen an den Hinterrädern.
Auf Wunsch stattet Rewaco das CT 2300 T mit Topcase samt Rückenlehne, Sozius-Armstützen, Windschild und mechanisch eingreifendem Rückwärtsgang aus. Alles Optionen, auf die man keineswegs verzichten sollte. Denn garantiert belässt man es als Besitzer dieses leistungsfähigen und hochwertig verarbeiteten Dreirades nicht beim Flanieren, sondern geht damit auch auf große Tour.
Weitere technische Infos finden sie auf dieser Homepage unter http://www.gespann-news.de/newsmototrike/03351a9d0c148a128/index.html .
Für Ende April hat Rewaco weiteren Zuwachs in seiner jungen Conversion-Trike-Familie angekündigt: Auf Basis der 80 PS starken Suzuki M 1500 entsteht ein Dreirad, das optisch andere Akzente setzt und auch in preislicher Hinsicht die Lücke zwischen CT 800 und CT 1800 schließt.

Info: http://www.rewaco.de

AK 13/10