Fun-Trike - Starcruiser
Um gleich jede Verwechslung auszuschließen: Bei der hier vorgestellten Firma Fun-Trike handelt es sich nicht um den Duisburger Anbieter der 250er Trikes aus China – der sich im übrigen Fun-Trikes nennt -, sondern um ein Unternehmen in Marl. Inhaber Peter Roski beschäftigt sich schon geraume Zeit mit Trikes. Die Idee zu einem Conversion-Trike kam ihm bei seinen häufigen Besuchen in den USA, wo derartige Fahrzeuge viel mehr verbreitet sind als in unseren Breiten. Im Sommer ergab sich dann ein Kontakt zum holländischen Harley-Davidson-Fahrwerkspezialisten Gus Hoogland (ehemals VG) und zu Goos Bos von TripTeq. Schnell stellte sich heraus, dass sich der von Roski für den Trike-Umbau avisierte Yamaha-Cruiser XVS 950 problemlos mit den damals von VG für Harley-Trikes konstruierten Hinterachsen kombinieren lässt.Selbst der Riemenantrieb der Midnight Star passt.
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Zwar sind die beiden Holländer mit in das Starcruiser-Projekt involviert, doch Montage und Vertrieb erfolgen ausschließlich über Fun-Trike in Marl. Daher ist es zwecklos, Hoogland oder TripTeq wegen eines solchen Trikes zu konsultieren.
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Mittlerweile steht der Prototyp des Starcruiser auf drei Rädern, von denen die hinteren mit 245/45 x 16 bereift sind. |
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Beim Prototypen wird die Starrachse samt Differentialgetriebe von der Yamaha-Schwinge getragen, die wegen der höheren Querkräfte allerdings neu gelagert wurde. Für die Serie will Fun-Trike jedoch eine breitere Schwinge bauen, wobei auch diese sich über ein Zentralfederbein abstützen wird. Ein zusätzlicher Heckrahmen ist nicht notwendig, die knappen Kotflügel werden vom Yamaha-Chassis mit getragen. Bewusst verzichtet Roski auf einen Gepäckraum oder sonstige Heckaufbauten: Im Vordergrund steht für ihn die Verwandschaft zum Motorrad.
Während der hier gezeigte Ur-Starcruiser noch mit der Lenkgeometrie der Midnight Star ausgestattet ist, werden für die Serie Spezialgabelbrücken den Nachlauf auf etwa 50 mm reduzieren. Die per Handhebel betätigte Vorderbremse bleibt unangetastet. Hinten verzögern zwei per Pedal aktivierte Bremszangen aus dem Quad-Bau, dazu rüstet Fun-Trike einen größeren Bremszylinder nach. Zur Ausstattung des Starcruisers gehören überdies eine Sissybar sowie zwei Seitentaschen aus Leder, die zwischen Soziussitz und Kotflügeln Platz finden. Ein Windschild bietet das Zubehörprogramm von Yamaha.
Das mit der 54 PS starken 950er knapp 20.000 Euro teure Moto-Trike will Roski auch mit der XVS 1300 und der XVS 1900 anbieten. Diese taugen mit ihren Zahnriemenantrieben nämlich ebenso bestens für einen derartigen Umbau. GespannNews wird bei nächster Gelegenheit über erste Fahreindrücke mit dem Starcruiser 950 berichten.
Daten:
| Bereifung v. 130/70 x 18, h. 245/45 x 16 auf Leichtmetallrädern; Länge 2435 mm, Breite 1300 mm, Höhe 1080 mm, Leergewicht 278 kg, Höchstgeschwindigkeit ca. 155 km/h. |
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Kontakt: http://www.fun-trike.de
AK 46/09

















