Trial - Espana brutal
Trial Castellgali Bauss-BaussSoll man sich eine 3000 km lange Reise antun, um an einem Trial teilzunehmen? Hans-Werner und Christiane Bauss vom MSC Porz/MSIG Gressenich wagten machten die Probe aufs Exempel und starteten beim 2-Tage-Gespanntrial in Castellgali westlich von Barcelona. Nach ihrer Ankunft am Freitagabend wurde zunächst mit den Spaniern und einigen französischen Teams ausgiebig in einem hervorragenden Restaurant getafelt. Samstag sollte um 15.30 Uhr gestartet werden. Da sich das Mittagessen jedoch in die Länge zog, verschob sich der Start um etwa eine Stunde. Fünfzehn Gespanne nahmen nun endlich die Sektionen in Angriff und durften aufgrund der verschobenen Startzeit die letzten zwei Sektionen im Dunkeln fahren. Das anschließende großzügige Buffet unter freiem Himmel nutzten einige Teilnehmer, um erst gegen drei Uhr morgens in die Federn zu kriechen. Man kann es sich fast denken: Der Start am nächsten Morgen verschob sich wiederum. Vor allem zwei künstlich geschaffene Sektionen verlangten auch an diesem Tag den Teilnehmern alles ab und so manches Gespann hatte mit den gewaltigen Felsbrocken seine liebe Not.
Die Punktrichter hatten bei der Auslegung des Reglements eigene Vorstellungen: Kreuzen der Spur war zugelassen, auch wurde das Ende der Sektion schonmal vorverlegt. Und wenn man ein Hindernis nicht schaffte, durfte das Gespann bis zu anderthalb Meter zurückrollen, ohne dass sich dies auf dem Punktekonto niederschlug. Was letztlich das Härteste an dieser Veranstaltung war, muss jeder der Teilnehmer für sich entscheiden. Das ausgiebige Feiern? Die teilweise krassen Sektionen? Die ewig lange Anreise? Oder die eigenartigen Entscheidungen der Punktrichter? So oder so - es war ein in jeder Hinsicht hartes, aber interessantes Wochenende. Als einzige deutsche teilnehmer beendeten Bauss/Bauss die Veranstaltung in der Klasse „Criterium“ unter zehn Gespannen als Zweitplazierte. Gewonnen hat selbstredend ein spanisches Team.
Text: HWB
Fotos: Hans Levens
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